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Tankrabatt endet zum 1. Juli – Spritpreise dürften wieder steigen

Berlin/München – Für Autofahrer endet zum 1. Juli eine zeitlich befristete Entlastung an den Zapfsäulen. Der staatliche Tankrabatt läuft aus. Nach Einschätzung von Experten könnten Benzin und Diesel dadurch in den kommenden Tagen wieder deutlich teurer werden.

Studie zieht Bilanz nach zwei Monaten

Eine aktuelle Auswertung des Münchner Ifo-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass die staatliche Vergünstigung bei Benzin nahezu vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Bei Dieselkraftstoff fiel der Effekt dagegen geringer aus.

Nach Angaben der Forscher lagen die Dieselpreise zwar unter vergleichbaren Preisen im Ausland, jedoch kam ein Teil der staatlichen Entlastung offenbar nicht vollständig bei den Autofahrern an. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Teil des Preisvorteils bei den Mineralölunternehmen verblieb.

Staat investierte rund 1,6 Milliarden Euro

Für den Bund beliefen sich die Kosten des Tankrabatts nach Schätzungen auf rund 1,6 Milliarden Euro. Fachleute bewerten die Maßnahme unterschiedlich. Während Verbraucher zeitweise von niedrigeren Kraftstoffpreisen profitierten, sehen Experten weiterhin Defizite beim Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

Auch andere Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass die Entlastung zwar überwiegend, aber nicht vollständig an die Kundinnen und Kunden weitergegeben wurde.

ADAC rechnet mit höheren Preisen

Mit dem Auslaufen der Regelung erwarten Experten einen spürbaren Anstieg der Kraftstoffpreise. Nach Einschätzung des ADAC könnten Benzin und Diesel kurzfristig um rund 17 Cent je Liter teurer werden.

Wie stark die Preise tatsächlich steigen, hängt allerdings auch von der Entwicklung des Ölpreises auf dem Weltmarkt ab. Sollte dieser weiter sinken, könnte ein Teil des erwarteten Preisanstiegs wieder ausgeglichen werden.

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