Zwei Tote nach Fahrt durch Fußgängerzone Leipzig – Verdächtiger zuvor in Psychiatrie
Leipzig (Sachsen) – Nach der tödlichen Fahrt durch die Leipziger Innenstadt mit zwei Toten und mehreren Verletzten kommen immer mehr Details ans Licht: Der mutmaßliche Fahrer soll sich nur einen Tag zuvor noch in einer psychiatrischen Einrichtung befunden haben.
Am Montagnachmittag raste ein Auto durch eine belebte Fußgängerzone. Zwei Menschen im Alter von 63 und 77 Jahren kamen ums Leben, weitere Passanten wurden verletzt. Der Fahrer konnte kurz nach der Tat festgenommen werden.
Fahrt durch die Innenstadt endet tödlich
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Wagen vom Bereich Augustusplatz in die Fußgängerzone und bewegte sich über mehrere hundert Meter durch die Grimmaische Straße. Dabei wurden zahlreiche Menschen erfasst.
Augenzeugen schilderten chaotische Szenen: Menschen versuchten auszuweichen, einige wurden von dem Fahrzeug erfasst. Erst ein fest installierter Poller stoppte die Fahrt des Autos.
Festnahme ohne Widerstand
Der mutmaßliche Fahrer wurde noch am Tatort von der Polizei gestellt. Berichten zufolge zeigte er kaum Reaktion und ließ sich ohne Gegenwehr festnehmen.
Nach der Festnahme wurde er medizinisch untersucht und anschließend in eine Klinik gebracht. Aufgrund seines Zustands gilt er derzeit als nicht haftfähig.
Psychiatrie-Aufenthalt kurz vor der Tat
Besonders brisant: Der Mann soll sich noch am Tag vor dem Vorfall in einer psychiatrischen Einrichtung aufgehalten haben. Nach bisherigen Informationen verließ er diese kurz zuvor.
Warum er entlassen wurde und ob mögliche Risiken erkannt wurden, ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Auch sein Verhalten im Vorfeld wird genauer untersucht.
Ermittlungen zu Hintergrund und Motiv
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines schweren Gewaltverbrechens. Dabei wird geprüft, was genau zu der Tat geführt haben könnte. Hinweise auf eine politische Motivation gibt es derzeit nicht. Stattdessen wird auch ein persönlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen.
Noch immer ist ein Teil der Innenstadt abgesperrt. Ermittler sichern Spuren und werten Hinweise aus. Am Ort des Geschehens erinnern Blumen und Kerzen an die Opfer. Die Ermittlungen dauern an.
Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.