Wohnungssuche wird immer teurer – Mieten steigen deutlich stärker als Einkommen
Berlin – Für viele Wohnungssuchende in Deutschland wird bezahlbarer Wohnraum zunehmend zur Herausforderung. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass die Angebotsmieten in zahlreichen Großstädten in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die Einkommen der Beschäftigten.
Wohnkosten wachsen schneller als die Kaufkraft
Während sich die Reallöhne in den vergangenen drei Jahren nur moderat erhöht haben, legten die Mieten für neu angebotene Wohnungen vielerorts zweistellig zu. Dadurch müssen zahlreiche Haushalte inzwischen einen größeren Anteil ihres Einkommens für das Wohnen aufbringen.
Besonders kräftige Mietanstiege wurden unter anderem in Hamburg, Dresden und Frankfurt am Main registriert. Experten sehen darin eine zunehmende Belastung für Mieterinnen und Mieter.
München bleibt teuerster Wohnort
An der Spitze der teuersten Städte steht weiterhin München. Dort werden für neu angebotene Wohnungen bundesweit die höchsten Quadratmeterpreise verlangt. Auch Frankfurt, Hamburg und Berlin gehören inzwischen zu den Städten mit besonders hohen Wohnkosten.
Selbst Regionen, die lange als vergleichsweise günstig galten, verzeichnen inzwischen deutliche Preissteigerungen. Für viele Menschen erschwert das die Suche nach bezahlbarem Wohnraum zusätzlich.
Wohnungsmangel verschärft die Situation
Als wesentliche Ursache gilt weiterhin das knappe Wohnungsangebot. Hohe Baukosten, gestiegene Finanzierungskosten und langwierige Genehmigungsverfahren bremsen den Wohnungsbau vielerorts aus.
Zudem liegt die Zahl der neu fertiggestellten Wohnungen weiterhin deutlich unter den angestrebten Ausbauzielen. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass sich die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt kurzfristig kaum entspannen dürfte.
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