Neue Details im Fall Durdona Khokimova (37) aus Istanbul – Tatverdächtiger mit ausführlicher Aussage
Istanbul – Im Zusammenhang mit dem Fall der 37-jährigen Durdona Khokimova, deren zerstückelter Körper in einem Müllcontainer im Istanbuler Stadtteil Şişli entdeckt worden war, sind neue Ermittlungsergebnisse bekannt geworden. Drei festgenommene Verdächtige wurden inzwischen den Justizbehörden vorgeführt. Einer der Männer soll bei seiner Vernehmung umfangreiche Angaben zum Tatgeschehen gemacht haben.
Festnahmen und neue Beweismittel
Nach Angaben der Ermittler wurden die Hauptverdächtigen kurze Zeit nach der Tat identifiziert. Sicherheitskameras hatten sie erfasst, wie sie mit einem Koffer unterwegs waren, in dem sich nach aktuellem Stand Körperteile befanden. Neue Videoaufnahmen zeigen außerdem, wie das Gepäckstück in den Kofferraum eines Taxis geladen wurde.
Die Verdächtigen sollen nach dem Ablegen der Überreste in verschiedenen Müllcontainern den Stadtteil gewechselt haben. Laut Polizei ließen sie sich später rasieren und veränderten ihr äußeres Erscheinungsbild, bevor sie Flugtickets ins Ausland buchten. Noch vor dem Abflug konnten sie am Flughafen festgenommen werden. Mit der Festnahme eines weiteren Mannes stieg die Zahl der Beschuldigten auf drei.
Aussage des Hauptverdächtigen
Der mutmaßliche Haupttäter erklärte laut Ermittlern, er sei Mitte November 2025 aus Taschkent eingereist, um mit dem Opfer zusammenzuleben. Zunächst habe er in einem Hotel gewohnt und später eine Wohnung gemietet. Zwischen ihm und der Frau habe eine Beziehung bestanden, die jedoch von Spannungen geprägt gewesen sei.
Am Tattag habe er sich morgens mit einem Bekannten im Stadtteil Aksaray aufgehalten. Nach einem Verkauf eines Mobiltelefons sei er zurückgefahren. Später habe sein Bekannter angerufen und mitgeteilt, dass er sich mit der Frau treffe und gemeinsam mit einem Kind zur Wohnung unterwegs sei. Kurz darauf habe der Begleiter das Kind wieder mitgenommen.
Der Beschuldigte gab an, es sei in der Wohnung zu einem gewaltsamen Angriff gekommen. Nach seiner Darstellung habe er die Frau zunächst mit einem Haushaltsgegenstand am Kopf getroffen und anschließend mehrfach mit einem Messer verletzt. Danach habe er den Leichnam ins Badezimmer gebracht. Der zweite Mann sei hinzugekommen, später seien weitere Messer beschafft worden. Gemeinsam hätten sie den Körper in mehrere Teile zerlegt, in Müllsäcke verpackt und in Koffer sowie Taschen verstaut.
Transport und Ablage der Überreste
Mit einem gerufenen Taxi seien die Männer in einen anderen Stadtteil gefahren, um möglichst weit vom Tatort entfernt zu sein. Dort hätten sie die Taschen aufgeteilt und die Inhalte in verschiedene Müllcontainer geworfen.
Weitere Ermittlungen
Die Polizei stellte fest, dass die Männer danach in einen anderen Bezirk fuhren, dort ihr Aussehen veränderten und mit Hilfe von Bekannten Flugtickets Richtung Ausland organisierten. Ihre Festnahme erfolgte wenige Stunden später am Flughafen.
Ein dritter Beschuldigter, der das Taxi gefahren haben soll, wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen. Er bestreitet laut Behörden, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.
Forensische Untersuchungen
Die Identität des Opfers wurde zuvor durch Fingerabdruckabgleich bestätigt. Die Ermittlungen zu Ablauf, Motivlage und möglicher weiterer Beteiligung dauern an.
Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.