Jobcenter-Mitarbeiter nach TV-Interview fristlos entlassen
Bremen – Ein Mitarbeiter eines Jobcenters ist nach einem Fernsehinterview über seine Erfahrungen im Bürgergeld-System fristlos entlassen worden. Nach Angaben seines Arbeitgebers habe er durch seine öffentlichen Äußerungen dienstliche Pflichten verletzt.
Der Betroffene kündigte inzwischen an, juristisch gegen die Kündigung vorzugehen.
Kritik am Bürgergeld-System
In einer Fernsehdokumentation hatte der langjährige Mitarbeiter seine persönlichen Eindrücke aus dem Arbeitsalltag geschildert. Dabei äußerte er sich unter anderem zur Arbeit der Behörde sowie zu möglichen Problemen im Bürgergeld-System.
Seine Aussagen stützten sich nach eigenen Angaben auf persönliche Erfahrungen und Gespräche aus seinem beruflichen Umfeld.
Arbeitgeber sieht Vertrauensverhältnis zerstört
Nach Darstellung der zuständigen Behörde sei das Interview nicht genehmigt gewesen. Zudem hätten einzelne Aussagen den Eindruck erweckt, die Aufgaben des Jobcenters würden nicht ordnungsgemäß erfüllt.
Aus Sicht des Arbeitgebers sei dadurch das notwendige Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigt worden.
Rechtliche Auseinandersetzung angekündigt
Der entlassene Mitarbeiter weist die Vorwürfe zurück und will gegen die fristlose Kündigung vor Gericht vorgehen.
Das zuständige Jobcenter betonte unterdessen, dass für einige der im Interview genannten Einschätzungen keine belastbaren statistischen Erkenntnisse vorlägen. Eine gerichtliche Klärung des Falls steht noch aus.
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