Eltern setzen Kinder in Portugal offenbar einfach aus – Sie hatten nur Wasser und Orangen dabei
Alcácer do Sal – Zwei kleine Kinder aus Frankreich irrten am Abend weinend über eine Landstraße in Portugal. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen ihre Eltern die Geschwister absichtlich zurückgelassen haben. Gefunden wurden die Kinder zufällig von einem Autofahrer.
Die Geschwister – ein Junge (5) und ein Mädchen (3) – liefen laut portugiesischen Medien nahe der Straße zwischen Alcácer do Sal und Comporta um Hilfe rufend auf die Fahrbahn. Zu diesem Zeitpunkt herrschten dort noch Temperaturen von fast 30 Grad.
Kinder hatten nur Wasser und Orangen dabei
Ein Autofahrer bemerkte die beiden Kinder im Rückspiegel und hielt sofort an. Nach seinen Angaben erklärte ihm der Junge auf Französisch, dass die Eltern sie allein zurückgelassen hätten.
In den Taschen der Kinder befanden sich offenbar nur etwas Kleidung, zwei Orangen und zwei Wasserflaschen. Für den Zeugen wirkte die Situation schnell so, als seien die Geschwister bewusst ausgesetzt worden.
Augen verbunden und im Wald zurückgelassen
Besonders erschütternd: Der Junge soll erzählt haben, dass die Eltern ihnen zuvor die Augen verbunden hätten. Danach seien die Kinder in ein Waldstück geführt worden, angeblich um nach einem Spielzeug zu suchen.
Als die beiden die Augenbinden wieder abnahmen, seien Mutter und Stiefvater verschwunden gewesen. Die Kinder liefen daraufhin orientierungslos zur Straße und suchten Hilfe.
Polizei ermittelt gegen die Eltern
Der Autofahrer brachte die Kinder zunächst in Sicherheit und alarmierte anschließend die Polizei. Die Geschwister wurden medizinisch untersucht und später betreut.
Inzwischen sollen die Eltern identifiziert worden sein. Die Ermittlungen laufen weiter. Die portugiesischen Behörden prüfen nun, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und ob strafrechtliche Konsequenzen folgen.
Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.


