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Deutschlandweiter Streik am Dienstag droht Verkehrschaos auf Autobahnen

Berlin Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich am Dienstag auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Ein bundesweiter Warnstreik der Gewerkschaft Verdi betrifft zentrale Leitstellen, Tunnelanlagen und Autobahnmeistereien in mehreren Bundesländern. Zahlreiche Strecken werden nur eingeschränkt passierbar sein, einige Verbindungen bleiben zeitweise komplett gesperrt.

Auslöser des Arbeitskampfes sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Verdi hat Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sowie Mitarbeitende der Landesstraßenbetriebe zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen. Dadurch fehlen Personal und technische Steuerung in wichtigen Verkehrsknotenpunkten – insbesondere bei Tunnelüberwachung, Brückenbetrieb und Winterdienst.

Norden besonders betroffen – Elbtunnel nur eingeschränkt nutzbar

Im Norden ist die Lage besonders angespannt. In Hamburg begann der Ausstand bereits am Montagabend. Betroffen sind unter anderem mehrere Autobahnmeistereien sowie das Zentrum, das den Hamburger Elbtunnel steuert.

Der Elbtunnel bleibt zwar befahrbar, allerdings voraussichtlich mit reduzierter Spuranzahl. Statt drei Fahrstreifen pro Richtung sollen nach Angaben der Gewerkschaft lediglich zwei geöffnet bleiben. Verkehrsfachleute rechnen deshalb mit langen Staus auf der A7 in Richtung Flensburg und Hannover.

Zusätzlich trifft der Streik auch Teile des öffentlichen Dienstes in Hamburg. Einschränkungen im Hafenbetrieb könnten zu Rückstaus im Bereich der Köhlbrandbrücke führen und den Güterverkehr beeinträchtigen.

Sperrungen und Einschränkungen in Niedersachsen

In Niedersachsen warnt die zuständige Straßenbehörde vor möglichen Verzögerungen beim Winterdienst. Autofahrer werden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und mehr Zeit einzuplanen.

Mehrere Brücken und Tunnel sind am Dienstag betroffen, darunter:

  • die Klappbrücke der B 436 in Leer (tagsüber nur für Rettungsfahrzeuge passierbar),
  • die Schwingeklappbrücke bei Stade,
  • der Wesertunnel im Landkreis Wesermarsch,
  • sowie der Bovenden- und Butterbergtunnel im Raum Göttingen.

Pendlerprobleme in Nordrhein-Westfalen

Auch in NRW sind starke Einschränkungen zu erwarten. Bestreikt wird die Verkehrsleitstelle in Leverkusen, von der aus normalerweise zahlreiche Landestunnel überwacht werden.

In der Folge bleiben mehrere wichtige Tunnel gesperrt, darunter:

  • der Oberdollendorf-Tunnel in Königswinter (Fahrtrichtung Nord),
  • der B42-Tunnel Oberkassel in Bonn,
  • der Weserauentunnel in Porta Westfalica,
  • der Kiesbergtunnel in Wuppertal,
  • der Emmerauentunnel in Lügde sowie
  • der Hestenbergtunnel in Plettenberg.

Die Autobahn GmbH erklärte, man habe sich nach Möglichkeit auf den Streik vorbereitet und arbeite eng mit Sicherheitsbehörden zusammen, um Risiken für Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

Tarifstreit bleibt ungelöst

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Für Auszubildende und Nachwuchskräfte soll ebenfalls ein Plus von 300 Euro gelten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. Februar geplant.

Bis dahin müssen sich Pendlerinnen und Pendler auf weitere Arbeitskämpfe und Verkehrsbehinderungen einstellen.

Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.

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