Baby aus Klinik in Lüdenscheid entführt – Polizei nimmt 18-jährige Tatverdächtige fest
Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) – Nach der Entführung eines erst wenige Tage alten Säuglings aus einem Krankenhaus in Lüdenscheid hat die Polizei eine 18 Jahre alte Tatverdächtige festgenommen. Das Neugeborene konnte bereits kurz nach dem Vorfall wohlbehalten aufgefunden werden.
Baby verschwand nach angeblicher Untersuchung
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die junge Frau sich im Krankenhaus als Mitarbeiterin ausgegeben haben. Sie erklärte den Eltern, das Baby müsse für eine Untersuchung mitgenommen werden.
Als die Eltern kurze Zeit später nach ihrem Sohn fragten, stellte sich heraus, dass sich das Kind nicht mehr auf der Station befand. Daraufhin wurde umgehend eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet.
Säugling in Parkhaus entdeckt
Nur etwa eine Stunde nach Beginn der Fahndung fanden Einsatzkräfte das Neugeborene in einem nahegelegenen Parkhaus. Der Säugling lag nach bisherigen Informationen unverletzt im Treppenhaus neben einem Kassenautomaten und wurde sofort medizinisch untersucht.
Anschließend konnte das Baby wieder zu seinen Eltern gebracht werden.
Überwachungskameras führen zu Verdächtiger
Im Verlauf der Ermittlungen wertete die Polizei unter anderem Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Diese führten schließlich zu einer 18-jährigen Tatverdächtigen, die an ihrer Wohnanschrift festgenommen wurde.
Die Ermittler prüfen nun die genauen Hintergründe der Tat. Weshalb die Frau den Säugling aus der Klinik mitgenommen haben soll, ist derzeit noch unklar. Gegen sie wird unter anderem wegen des Verdachts des Menschenraubs ermittelt. Außerdem soll geklärt werden, wie das Baby unbemerkt aus dem Krankenhaus gebracht werden konnte.
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