3 Tote und 11 Verletzte bei Glatteis-Chaos auf der A44 – Autobahn bei Paderborn voll gesperrt
Auf der Autobahn 44 bei Paderborn ist es in der Nacht zu einer schweren Serie von Verkehrsunfällen gekommen. Drei Menschen kamen ums Leben, mindestens elf weitere wurden verletzt, einige davon schwer. Die Autobahn musste in beide Richtungen vollständig gesperrt werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereigneten sich die Unfälle auf einem längeren Abschnitt zwischen Marsberg und Lichtenau. Innerhalb weniger Stunden kam es dort zu zahlreichen Kollisionen, die sich offenbar kurz nacheinander ereigneten. Einsatzkräfte sprechen von einer außergewöhnlichen Häufung von Unfällen.
Erste Kollision löst weitere Unfälle aus
Nach Angaben der Polizei kam es zunächst zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kleintransporter und einem Lastwagen. Infolge des Aufpralls geriet ein Lkw in Brand. Für einen Fahrer kam jede Hilfe zu spät – er starb noch an der Unfallstelle. Weitere Beteiligte wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
In Fahrtrichtung Kassel ereigneten sich später weitere schwere Unfälle. Dabei verloren zwei weitere Menschen ihr Leben. Zu den genauen Abläufen der einzelnen Kollisionen äußerten sich die Ermittler zunächst nicht.
Glatte Fahrbahn als wahrscheinliche Ursache
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass plötzliche Straßenglätte eine zentrale Rolle gespielt hat. Offenbar reichten leichte Niederschläge bei niedrigen Temperaturen aus, um die Fahrbahn spiegelglatt werden zu lassen. Viele Verkehrsteilnehmer wurden von den Bedingungen überrascht.
Autobahn in beide Richtungen gesperrt
Die A44 bleibt vorerst in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Neben der Unfallaufnahme dauern auch Bergungs- und Reinigungsarbeiten an. Besonders aufwendig ist die Beseitigung eines ausgebrannten Lastwagens sowie ausgelaufener Ladung. Wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, ist derzeit unklar.
Polizei warnt vor winterlichen Risiken
Die Polizei appelliert an Autofahrer, bei winterlichen Bedingungen besonders vorsichtig zu fahren und die Geschwindigkeit deutlich anzupassen. Auch scheinbar geringer Niederschlag könne bei Frost zu extrem gefährlichen Straßenverhältnissen führen.
Die Ermittlungen zu den einzelnen Unfällen dauern an.
Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.