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Ibrahim Akkuş stirbt sechs Jahre nach Hanau-Anschlag an Spätfolgen

Hanau (Hessen) – Sechs Jahre nach dem rechtsextremistischen Anschlag in Hanau ist ein weiteres Opfer an den langfristigen Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Der 70-jährige Ibrahim Akkuş erlag Anfang Januar den gesundheitlichen Spätfolgen der Schussverletzungen, die er bei der Tat im Februar 2020 erlitten hatte.

Am 19. Februar 2020 hatte ein Einzeltäter in Hanau neun Menschen erschossen. Ziel seiner Angriffe waren mehrere Orte in der Innenstadt, darunter die Arena Bar und ein nahegelegener Kiosk. Die Tat gilt als rassistisch motiviert und zählt zu den schwersten rechtsextremen Anschlägen der jüngeren deutschen Geschichte. Der Täter nahm sich anschließend selbst das Leben, nachdem er zuvor auch seine Mutter getötet hatte.

Ibrahim Akkuş, der ursprünglich aus der Türkei stammte und seit Jahrzehnten in Deutschland lebte, hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Arena Bar auf. Er wurde bei dem Angriff mehrfach getroffen und überlebte nur knapp. Seine Verletzungen waren jedoch so schwer, dass er beide Beine verlor und fortan auf einen Rollstuhl sowie intensive Pflege angewiesen war.

In den Jahren nach der Tat sprach Akkuş wiederholt öffentlich über sein Schicksal und die Folgen des Anschlags für sein Leben. Trotz medizinischer Versorgung blieb sein Gesundheitszustand instabil. Am 10. Januar 2026 verstarb er schließlich an den Spätfolgen seiner Verletzungen.

Mit seinem Tod erhöht sich die Zahl der Menschen, die mittelbar oder unmittelbar an den Folgen des Hanauer Anschlags starben. Angehörige, Betroffene und Opferinitiativen fordern weiterhin eine umfassende politische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Tat.

Die Staatsanwaltschaft sowie betroffene Familienverbände haben bislang nicht öffentlich mitgeteilt, ob der Tod von Ibrahim Akkuş offiziell als Folge des Anschlags in die Statistik aufgenommen wird.

Hinweis: Die Informationen basieren auf Medienberichten und öffentlich zugänglichen Quellen.

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