Tödliche Schüsse vor Fitnessstudio in Köln – Tatverdächtiger in den Niederlanden festgenommen
Köln (NRW) – Mehr als anderthalb Jahre nach den tödlichen Schüssen vor einem Fitnessstudio im Kölner Stadtteil Kalk haben die Ermittlungsbehörden einen wichtigen Fahndungserfolg erzielt. Der mutmaßliche Schütze wurde in den Niederlanden festgenommen. Gegen den 22-Jährigen besteht ein Haftbefehl wegen Mordes.
Festnahme nach monatelangen Ermittlungen
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige am 22. Oktober 2024 einen 32-jährigen Mann vor einem Fitnessstudio erschossen haben. Zum Zeitpunkt der Tat wollte das spätere Opfer in sein Auto steigen, als mehrere Schüsse fielen. Trotz schneller medizinischer Versorgung erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Der 22-Jährige besitzt nach Angaben der Ermittler sowohl die deutsche als auch die niederländische Staatsangehörigkeit. Vor seiner Flucht soll er in Bergisch Gladbach gelebt haben. Aktuell befindet er sich in Auslieferungshaft.
Welche Hintergründe prüfen die Ermittler?
Die Staatsanwaltschaft geht mehreren möglichen Motiven nach. Bereits kurz nach der Tat wurde ein möglicher Zusammenhang mit dem Rocker-Milieu geprüft. Zudem untersuchen die Ermittler Hinweise auf offene Geldforderungen.
Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der mutmaßliche Schütze die Tat im Auftrag einer anderen Person begangen haben könnte. Ob dafür eine Bezahlung erfolgt sein soll, ist bislang Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Weitere Festnahme im Ausland
Im Zusammenhang mit dem Fall gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft außerdem Hinweise auf eine weitere Festnahme in der Türkei. Dabei soll es sich um einen 37-jährigen Mitbeschuldigten handeln.
Er steht im Verdacht, unter anderem den E-Scooter organisiert zu haben, mit dem der mutmaßliche Schütze nach der Tat vom Tatort geflüchtet sein soll. Eine offizielle Bestätigung der türkischen Behörden lag den Ermittlern zunächst jedoch noch nicht vor.
Ermittlungen dauern weiter an
Mit der Festnahme des 22-Jährigen ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungsbehörden arbeiten weiterhin daran, die genauen Hintergründe der Tat, mögliche Beteiligte sowie das Motiv vollständig aufzuklären.
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